Saisonauftakt 2008:
News von FEV und Scheid

 

Hallo VLN-Freunde,

eigentlich wollten wir unser 6. Jahr mit Scheid Motorsport mit dem ersten Rennen am 29. März beginnen, aber wir Ihr wisst, ist der erste Meisterschaftslauf abgesagt worden. Das gibt uns die Zeit, mit einer kurzen internen Vorberichterstattung, anstelle eines Rennberichtes, in die Saison zu starten.

Es war wie immer ein ereignisreicher Winter, nicht nur bei uns in der Entwicklung, sondern auch im Reglement hat sich für uns einiges verändert.

Unserer Entwicklungsarbeit im Winter war natürlich geprägt davon, die gesamte Drehmoment und Leistungscharakteristik unseres V8-Motors zu verbessern, bzw. auch auf gewisse Bedingungen anzupassen. Hierbei wurden diesmal etwas andere Schwerpunkte gesetzt, als zuvor, da Oliver Kainz mit einer Übergangsbaustufe im vorletzten Rennen 2007 die schnellste jemals gefahrene Runde im Eifelblitz erzielen konnte. Das ist natürlich nicht alleine auf den Motor zurückzuführen, denn Olivers Leistung und die nach all den Unfällen und Schwierigkeiten jetzt wieder perfekte Fahrzeugabstimmung trugen dazu bei.

Die Erkenntnisse mit dieser Motorbaustufe boten aber für die Motorentwicklung im Winter eine sehr gute Basis. Die Prüfstandsergebnisse mit dem neuen Motor sollten also auch auf der Strecke ein Schritt in die richtige Richtung werden.

Aber was bedeutet das im Vergleich zu unseren Gegnern. Wir wissen, dass auch dieses Jahr wieder die Top Motoren stärker geworden sind, es kommt jedoch auch auf das Fahrzeug bzw. Fahrverhalten an. Wer das neue Reglement der VLN kennt, der weiß, wie nachhaltig die Veränderungen dieses Jahr sein könnten.

Zum technischen Reglement: Um der Porsche Dominanz des letzten Jahres entgegen zu wirken, wurde der hubraumstärksten Klasse über 4,0 L Hubraum (SP8) jetzt 50 kg weniger Gewicht und somit mehr Konkurrenzfähigkeit erlaubt. Zusätzlich muss aber auch diese SP8, sowie unsere Klasse bis 4,0L Hubraum (SP7), mit den obligatorischen Top Porsche, eine beschränkte Aerodynamik in Kauf nehmen. Der Heckspoiler und Diffusor dürfen nicht mehr über das hinterste Ende der Stoßstange hinaus ragen, der Frontspoiler darf maximal 10 cm vor der vorderen Stoßstangespitze enden.

Dies ist natürlich für das Fahrverhalten in den Kurven, die Top-Speed und damit die Sicherheit von großer Bedeutung. Die VLN behält sich aber nach zwei Rennen nochmalige Reglementsänderungen vor.

Bei den Einstellfahrten vor zwei Wochen kam leider ein Leistungsvergleich zur gewichtsreduzierten SP8 Klasse kaum zu Stande. Nur wenige Teams über 4,0L Hubraum waren dabei und die schnellsten Runden wurden erneut von unseren direkten Porsche Konkurrenten in der SP7 absolviert. Trotzdem konnte man während und nach den Einstellfahrten den Eindruck gewinnen, einige Teams scheinen mit der Reglementsumstellung noch Probleme zu haben, obwohl natürlich bei solchen Tests keine schnellen Rundenzeiten gefahren werden.

Dafür hatten wir ein erfolgreiches Wochenende. Das Fahrverhalten war schon nach wenigen Änderungen wieder sehr neutral und die Fahrer bekamen schnell Vertrauen ins Fahrzeug. Oliver war schon freitags mit 8:38 Min. auf einer noch „grünen“ Strecke unterwegs. Insgesamt konnte der Heckspoiler noch etwas höher positioniert werden, die Frontpartie konnte fast unverändert bleiben, um dem neuen Reglement zu entsprechen. Die Fahrer waren absolut zufrieden und zollten den neuen Yokohama Reifen höchstes Lob.

Womit wir bei den Veränderungen im Team, der neuen Fahrerbesetzung und den neuen Reifen sind. Nach vielen Jahren mit Dunlop waren wir letztes Jahr mit Pirelli unterwegs und werden jetzt erstmals mit Yokohama an den Start gehen. Alle Fahrer waren von der guten Reifen-Performance beeindruckt und es gab keine Probleme im long-run.

Neben den Erfahrungen von Oliver, waren natürlich auch die Einschätzungen der neuen Fahrer zu Fahrzeug, Reifen und Motor sehr wichtig. Johannes Scheid nutzte die Einstellfahrten, damit weitere Fahrer seinen Eifelblitz kennen lernen sollten. Fünf bis sechs NS-Runden ist jeder gefahren und die einhellige Meinung war, dass die neue Abstimmung fast perfekt sei.

Wie auf der Homepage von Scheid Motorsport schon zu lesen ist, sind unsere neuen Fahrer jetzt Andreas Teichmann und Willie Moore. Wir freuen uns auf eine Verstärkung durch sie und wünschen Ihnen viel Erfolg im Eifelblitz. Sie sind beide sehr erfahren und konnten auch auf Anhieb gute Rundenzeiten fahren. Damit haben wir wieder ein großes, schlagfähiges Fahrerteam.

Fahrzeugseitig ist also alles bestens vorbereitet. Die Testfahrten wurden jedoch noch mit alter Motorvariante durchgeführt, um die Aerodynamikunterschiede besser zu erkennen. Eine sehr gute Entscheidung, denn dadurch konnten die Telemetriedaten einen direkten Vergleich zur letztjährigen Aerodynamik ergeben. Nach den Einstellfahrten konnte dann rechtzeitig unser neuer Motor eingebaut werden und wir erwarten uns natürlich auch dadurch eine Verbesserung der Rundenzeiten. Trotz des kalten und schlechten Wetters hatte unser neuer Motor bei den Zusatztests am 3. April ein erfolgreiches Roll-Out.

Das erste Rennen wird für uns alle natürlich sehr spannend. Mit all den neuen Motorteilen, der neuen Motorcharakteristik, dazu mit der hoffentlich schon sehr guten neuen Aerodynamik, den neuen Reifen und den neuen Fahrern, wollen wir wieder Anschluss an die Top Five gewinnen. Aber zunächst heißt es motorenseitig Performance und Haltbarkeit zu beweisen; es muss also jetzt endlich losgehen.

Allen Fahrern und Teams wünschen wir eine unfallfreie und spannende VLN-Saison 2008.

Viele Grüße
Das FEV Racing Team
Frank Nysten

 

nach oben