Vorbericht 2. VLN-Lauf 2009

 

 

Neu gemischte Karten – Teil zwei...


Für das 34. DMV 4-Stunden Rennen, dem zweiten Saisonlauf der VLN, sind ca. 190 Fahrzeuge gemeldet. Der vom FEV-Motor befeuerte Eifelblitz wird voraussichtlich mit dem Fahrerduo Stian Sorlie (Norwegen) und Jörg Viebahn (Engelskirchen) an den Start gehen. Ein dritter Fahrer wird möglicherweise kurzfristig dazu stoßen.


Von den bekannten Top-Teams werden der Porsche RSR von Land-Motorsport und der Lamborghini Gallardo von Tilke/Adorf fehlen. Ersterer ist Mitte dieser Woche bei einer ‘Rekordfahrt’ auf der Nordschleife mit Toto Wolff als Fahrer in der Fuchsröhre schwer verunfallt und wohl bis zum Wochenende nicht einsatzbereit. Der Lamborghini ist beim ersten Saisonlauf in Flammen aufgegangen und ebenfalls noch nicht wieder aufgebaut.


In der - für den Gesamtsieg nicht in Frage kommenden - GT4-Klasse der stark seriennahen Tourenwagen tritt der mehrfache Tourenwagenweltmeister Andy Priaulx auf einem werksunterstützten BMW M3 GT4 an, der von Schubert Motorsport eingesetzt wird. Mit dem ehemaligen Rallye-Star Carlos Sainz (Spanien) tritt ein weiterer ehemaliger Weltmeister an. Er pilotiert einen VW Scirocco in der Klasse der Turbo-Fahrzeuge bis zwei Liter Hubvolumen.


Der von Phönix Racing gemeldete Audi R8 mit V10-Motor (GT3-Klasse) wird erstmals vom langjährigen Porsche-Fahrer Marc Basseng zusammen mit dem ehemaligen DTM-Fahrer Frank Stippler pilotiert. Basseng war es, der den Land-Porsche vor 14 Tagen mit einer 8:20er Zeit auf die "pole position" gestellt hatte. Obwohl die Porsche RSR, wie alle Fahrzeuge der SP7-Klasse, durch das neue technische Reglement stark in der Leistung beschnitten wurden, gelang dem vielfachen Gesamtsieger der letzten Jahre diese Rundenzeit.


Marc Basseng wird wohl auch das diesjährige 24-Stunden Rennen auf einem Audi R8 bestreiten. Bei anderen Porsche-Teams, die vor zwei Wochen offensichtlich noch stärker taktiert hatten – um ihr wahres Leistungspotential nicht offen zu legen – verschlechterte sich die Stimmung daraufhin recht deutlich. Aber wer kann einem Vollblut-Racer übel nehmen, dass er das Potenzial der Konkurrenzfahrzeuge auslotet...?


Eine Änderung bei Bonk-Motorsport könnte neuen Wind für die diesjährige Meisterschaftsentscheidung bringen. Da in der VLN die Anzahl der Fahrzeuge in jeder einzelnen Fahrzeugklasse für die vergebenen Meisterschaftspunkte maßgeblich sind, tritt der zweimalige Meister Mario Merten ab sofort in der Serienwagen-Klasse bis drei Liter an. In dieser Klasse sind deutlich mehr Fahrzeuge gemeldet, als in der Klasse bis 1850 cm³. In den letzten Jahren pilotierte er einen BMW 318i (Baureihe E36). Mario war maßgeblich an den beiden Gesamtsiegen des FEV-Eifelblitzes im Jahr 2003 beteiligt.


Den Motorsport-Fan erwartet also wieder ein interessanter Renn-Samstag.


 

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