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gemischte Karten – Teil zwei...
Für das 34. DMV 4-Stunden Rennen, dem zweiten Saisonlauf der VLN, sind
ca. 190 Fahrzeuge gemeldet. Der vom FEV-Motor befeuerte Eifelblitz wird
voraussichtlich mit dem Fahrerduo Stian Sorlie (Norwegen) und Jörg
Viebahn (Engelskirchen) an den Start gehen. Ein dritter Fahrer wird
möglicherweise kurzfristig dazu stoßen.
Von den bekannten Top-Teams werden der Porsche RSR von Land-Motorsport
und der Lamborghini Gallardo von Tilke/Adorf fehlen. Ersterer ist Mitte
dieser Woche bei einer ‘Rekordfahrt’ auf der Nordschleife mit Toto Wolff
als Fahrer in der Fuchsröhre schwer verunfallt und wohl bis zum
Wochenende nicht einsatzbereit. Der Lamborghini ist beim ersten
Saisonlauf in Flammen aufgegangen und ebenfalls noch nicht wieder
aufgebaut.
In der - für den Gesamtsieg nicht in Frage kommenden - GT4-Klasse der
stark seriennahen Tourenwagen tritt der mehrfache Tourenwagenweltmeister
Andy Priaulx auf einem werksunterstützten BMW M3 GT4 an, der von
Schubert Motorsport eingesetzt wird. Mit dem ehemaligen Rallye-Star
Carlos Sainz (Spanien) tritt ein weiterer ehemaliger Weltmeister an. Er
pilotiert einen VW Scirocco in der Klasse der Turbo-Fahrzeuge bis zwei
Liter Hubvolumen.
Der von Phönix Racing gemeldete Audi R8 mit V10-Motor (GT3-Klasse) wird
erstmals vom langjährigen Porsche-Fahrer Marc Basseng zusammen mit dem
ehemaligen DTM-Fahrer Frank Stippler pilotiert. Basseng war es, der den
Land-Porsche vor 14 Tagen mit einer 8:20er Zeit auf die "pole position"
gestellt hatte. Obwohl die Porsche RSR, wie alle Fahrzeuge der
SP7-Klasse, durch das neue technische Reglement stark in der Leistung
beschnitten wurden, gelang dem vielfachen Gesamtsieger der letzten Jahre
diese Rundenzeit.
Marc Basseng wird wohl auch das diesjährige 24-Stunden Rennen auf einem
Audi R8 bestreiten. Bei anderen Porsche-Teams, die vor zwei Wochen
offensichtlich noch stärker taktiert hatten – um ihr wahres
Leistungspotential nicht offen zu legen – verschlechterte sich die
Stimmung daraufhin recht deutlich. Aber wer kann einem Vollblut-Racer
übel nehmen, dass er das Potenzial der Konkurrenzfahrzeuge auslotet...?
Eine Änderung bei Bonk-Motorsport könnte neuen Wind für die diesjährige
Meisterschaftsentscheidung bringen. Da in der VLN die Anzahl der
Fahrzeuge in jeder einzelnen Fahrzeugklasse für die vergebenen
Meisterschaftspunkte maßgeblich sind, tritt der zweimalige Meister Mario
Merten ab sofort in der Serienwagen-Klasse bis drei Liter an. In dieser
Klasse sind deutlich mehr Fahrzeuge gemeldet, als in der Klasse bis 1850
cm³. In den letzten Jahren pilotierte er einen BMW 318i (Baureihe E36).
Mario war maßgeblich an den beiden Gesamtsiegen des FEV-Eifelblitzes im
Jahr 2003 beteiligt.
Den Motorsport-Fan erwartet also wieder ein interessanter Renn-Samstag.
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